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Tipps und Tricks

Simon's Tipps und Tricks

 

 

Wasserdichte Jacke als Dampfsperre  

Wasserdichte Jacken mit einer Membrane haben im Vergleich zu Softshells eine schlechtere Dampfdurchlässigkeit und eignen sich daher sehr gut als Dampfsperre unter einer Daunenjacke. Das bedeutet, sie leiten Körperfeuchtigkeit langsam nach außen ab und genau das hält die Daunenjacke vom Körperschweiß länger trocken. Daune isoliert nur in trockenem Zustand optimal, deshalb trägt man eine Daunenjacke in der Regel als äußerste Schicht.

 

Fäustlinge als Trockner

Dünne winddichte- oder windabweisende Handschuhe werden beim Eisklettern schnell nass und dadurch kalt. Wer jedoch warme Fäustlinge mit Primaloft-Futter (Merinowollfutter oder Fleecefutter) hat, kann seine nassen dünnen Handschuhe darin trocknen oder zumindest aufwärmen. Handschuhe mit einer Membrane trocknen extrem langsam!

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VBL-Socks  

VBL-Socks sind wasserdichte Socken, die verhindern, dass feuchter Schweiß das Futter des Schuhs (oder den separaten Innenschuh) durchnässt. Man steht dann zwar im eigenen Saft (was sich schlimmer anhört als es letztendlich ist) hat aber definitiv wärmere Füße. VBL-Socks trägt man zwischen einer dünnen- und einer dicken Socke.
Achtung! Manche Menschen reagieren allergisch auf ihren eigenen Fußschweiß. Ein Test mit einer Plastiktüte kann vor einem Fehlkauf schützen.
Nach dem Tragen sollte man unbedingt seine Füße waschen und danach eincremen, um schlimmeren Hautreizungen vorzubeugen.

 

 

 

Hauenschutz für Eisgeräte

Wer Angst hat, er könne mit den Hauen seiner Eisgeräte den Rucksack beschädigen, der nimmt einfach zwei Stücke dicken Gummischlauch (im Baumarkt erhältlich). Der Gummischlauch muss so groß sein, dass er beim Eisgerät die komplette Haue bis zum Schaft bedeckt. Das Stück Gummischlauch sollte straff auf der Haue sitzen, damit es sich selbst nicht lösen kann.

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Handschlaufe

Alte Eisgeräte kann man auch ohne herkömmliche Leashes klettern.
Manche Express-sets haben eine offene, aber vernähte Zwischenschlinge, die es separat zu kaufen gibt. Diese Zwischenschlinge wird mit einer Rohrschelle über dem Gummigriff fixiert. Beim Halten des Eisgeräts greift man mit den Fingern zusätzlich durch die kleine Schlinge. Dadurch spart man enorm viel Kraft und kann beim Sporteisklettern auf herkömmliche Leashes verzichten.

 

 

Mundschutz

Beim Plazieren der Eisgeräte kommt es manchmal vor, dass Eisstücke absplittern und einem entgegen kommen. Auch Eisgeräte können manchmal den Halt verlieren und dadurch starke Gesichtsverletzungen verursachen. Ein Mundschutz (aus dem Kampfsportbereich) kann durchaus sinnvoll sein.

 

Knieschoner

Ja ja, sieht doof aus, ist aber super praktisch. Knieschoner schützen vor unsanftem Kontakt mit jeglichen Eisarten (Blumenkohleis, Gletschereis usw.) und haben gleichzeitig auch noch eine wärmende Funktion. Sie sollten jedoch aus einem Material sein, das sich nicht mit Wasser vollsaugen kann, sonst gefrieren sie.

 


Seilsack

Auch im Winter ist ein Seilsack erste Sahne. Bei kleineren Wasserfällen oder im Gletscherbruch schützt der Seilsack das Seil vor Nässe und man tritt nicht so häufig mit den Steigeisen auf das Seil, wenn es ordentlich auf einem Fleck liegt.

 

 

 

 

Stirnlampe

Eine Stirnlampe sollte zumindest regendicht sein.
Bei extremer Kälte ist es nicht schlecht eine Ersatzglühbirne dabei zu haben.
LED-Lampen haben eine höhere Lebenserwartung und sind kälteunempfindlich. Sie leuchten jedoch nur den Nahbereich gut aus, für weitere Entfernungen eignen sich Lampen, die zusätzlich eine herkömmliche Glüh- bzw. Xenonbirnen haben.
Lithiumbatterien sind zwar sehr teuer, bei Kälte aber wesentlich langlebiger.
Damit sich die Stirnlampe zwischen all dem Gerümpel im Rucksack nicht selbst anschalten kann, klebt man (für den Transport) einfach kleine Stücke Tape auf die Plus- bzw. auf die Minuspole.

 

Im Rucksack alles wasserdicht

Einen wasserdichten Kletterrucksack gibt es noch nicht und die normalen Regenhüllen passen auch meist eher schlecht als recht. Sie bedecken nicht den ganzen Rucksack; das Tragesystem liegt frei und wenn es richtig regnet dringt das Wasser auch dort durch. Die beste Methode ist ein wasserdichter Packsack (z.B. von der Firma .Exped.) im Rucksack und separate Plastiktüten (für eventuell nasse Kleidung).

 


Schlafsäcke im Winter  

Bei niedrigen Temperaturen empfiehlt sich auf jeden Fall die Verwendung einer Dampfsperre (Vapor Barrier Liner, kurz VBL), um die Kondensation der Körperfeuchtigkeit in der Schlafsackfüllung (z.B. Daune) zu verhindern.
Die Verwendung eines VBL`s ist weit weniger schlimm als allgemein angenommen, da der Körper bei feuchtigkeitsgesättigter Umgebungsluft die eigene Feuchtigkeitsproduktion verringert. Die Wärmeleistung des Schlafsacks steigt um ca. 3 - 5°C, weil keine Wärme über verdunsteten Körperschweiß verloren geht.

 

Ein VBL-Sack ist mit oder ohne Kapuze erhältlich

 

Die Größe muß allerdings mit der Länge des Schlafsacks übereinstimmen

 

Jetzt kommt keine Körperfeuchtigkeit mehr in die Daune

•  Daunenschlafsäcke haben ein kleineres Packmaß und geringeres Gewicht als Kunstfaserschlafsäcke, bei gleicher Wärmeleistung.
•  Nicht mehr als Funktionsunterwäsche im Schlafsack anbehalten
•  VBL verwenden
•  Mütze zum Schlafen aufsetzen
•  Energiezufuhr! Wer nachts friert, sollte etwas essen (Schokolade) und trinken.
•  Zwei Isomatten übereinander sind im Winter sinnvoll.
•  Daunenjacken oder -hosen können auch noch auf den Schlafsack gelegt werden (isoliert zusätzlich).
•  Wenn die Trinkflasche 100% dicht ist, sollte man sie mit in den Schlafsack nehmen Getränk gefriert nicht.

 

 

Isomatten (Mini Pad)

Pausen, langes Warten, und Herumstehen, das kann im Winter sehr kalt werden. Eine halbe Isomatte (Mini Pad) macht das Leben angenehmer. Günstige (nicht aufblasbare) Isomatten schneidet man auseinander und erhält dadurch den wahrscheinlich universellsten Outdoorbegleiter überhaupt! !

  • Zum Draufsitzen
  • Wer beim Sichern kalte Füße bekommt, steht einfach auf das Mini Pad (ohne Steigeisen).
  • Beim Bau einer Schneemauer kann man darauf knien.
  • Steigeisen können für den Rucksacktransport darin eingerollt werden.  

  • Im Biwak legt man das Mini Pad zusätzlich unter die normale Isomatte (isoliert besser).
  • Bei alpinen Sommertouren kann man das Mini Pad zusammen mit dem leeren Rucksack als Schlafunterlage nutzen (spart Gewicht).
  • Im Notfall ist es auch eine leichte Schiene bei Knochenbrüchen (zusammengerollt, mit Riemen fixiert)
  • Man kann auch ein Brettspiel draufmalen und vieles mehr...  

 

Zelten im Winter  

Wie stellt man ein Zelt richtig auf?

  •  Wenn man sich auf einem Gletscher befindet, sollte der vorgesehene Zeltplatz mit einer Lawinensonde sondiert werden, um sicher zu gehen, dass man nicht auf einer Spalte zeltet.

  • Generell tritt man zuerst den Schnee etwas runter, um einen festen Untergrund für das Zelt zu schaffen ( am besten mit Skiern oder Schneeschuhen ).

  • Danach stellt man das Zelt so windstabil wie möglich auf, das heißt, man richtet die Seite gegen den Wind, welche die geringste Angriffsfläche bietet.

  • Das Abspannen der Zeltleinen ist das A und O. Im Winter setzt man die Heringe nicht hochkant, wie im Sommer, sondern vergräbt sie quer im Schnee. Die Abspannleine wird mittig um den Hering geführt. Halten Heringe nicht, kann man auch Skier, Deadmen, Coyoten, Stöcke oder schneegefüllte Packsäcke als Anker vergraben.

  • Zum Nachspannen der Zeltleinen eignet sich ein gesteckter Prusikknoten (spart Gewicht und kann vor allem auch mit Fäustlingen bedient werden).

  • Um dem Wind zu trotzen, hilft eine Schneemauer. Sie sollte allerdings etwas Abstand zum Zelt haben, damit man beim Nachspannen der Zeltleinen selbst auch vor dem Wind geschützt ist.

  • Wer eine Schneeschaufel hat, sollte sie immer mit ins Zelt nehmen (falls man sich selbst ausgraben muß).

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Auf was kommt es an?

  • Im Winter kommt es oft vor, dass auch das Innenzelt gefriert. Dann ist es besonders wichtig, dass der Schlafsack keinen direkten Kontakt zur Innenzeltwand hat, sonst wird er nass und wärmt nicht mehr optimal.
    Wer sein Zelt in den Packsack stopft und nicht rollt hat beim Aufbauen im Sturm enorme Vorteile. Das Zelt wird so in den Packsack gestopft, dass die Befestigungslaschen zweier Eckpunkte beim nächsten Aufbau sofort griffbereit sind diese Befestigungslaschen werden zuerst richtig fixiert, bevor man das ganze Zelt aus dem Packsack holt das Zelt kann nicht mehr weggeweht werden.
  • Hat das Zelt eine große Apsis, kann hier der Schnee ausgegraben werden und somit hat man die Möglichkeit im Zelt zu stehen (genial beim Kochen)  

 

Kochen im Winter  

Basics

Bei Temperaturen unter 0°C funktionieren Gaskocher nicht mehr ganz so gut, da das Gasgemisch flüssig bleibt und man den Kocher nur noch schwer in Gang setzen kann (echte Probleme ab ca. .20°C). Benzinkocher dagegen verbrennen, je nach Hersteller und Modell, meist alle Benzinarten (auch Diesel) und funktionieren auch noch bei extremster Kälte. Der Verbrauch ist im Winter höher als im Sommer.

 

  • Reines Benzin funktioniert bei Kälte am besten.
  • Kocher vorheizen ( mit Brennpaste, Espit, oder etwas Benzin über den Kocher gießen und anzünden )
  • Ein Benzinkocher wird selbst auch heiß, deshalb empfiehlt es sich, ihn auf eine feste Unterlage zu stellen, damit er im Schnee oder Eis nicht einsinkt. Am besten ist ein kleines Holzbrett.
  • Die Brennstoffarten für Benzinkocher haben einen niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser, daher sollte man die Brennstoffflasche bei extremer Kälte nicht mit bloßen Händen anfassen -> Achtung vor Frostbeulen.
  • Geschirr und Besteck aus Titan kühlen extrem schnell ab.
  • Besteck aus Lexan ist im Winter genial (leicht, nicht so saukalt) und verkratzt auch keine beschichteten Töpfe.

Schneeschmelzen

Zum Schneeschmelzen benötigt man viel Zeit und viel Brennstoff. Einige Tricks verringern den Verbrauch.

 

  • Kocher auf Holzunterlage stellen (isoliert von unten). Später kann man den heißen Topf draufstellen.
  • Windschutz um den Kocher aufstellen (nicht zu dicht . Sauerstoffzufuhr beachten, sonst verringert sich die Brennleistung).
  • Schnee immer mit etwas Wasser (falls man noch was übrig hat) zum Schmelzen bringen. Wer trockenen Schnee allein und zu schnell erhitzt, erhält unter Umständen Wasser, das ziemlich verbrannt schmeckt (kein Witz).
  • Immer einen Topfdeckel verwenden
  • MSR baut einen Heat-Exchanger, welcher sehr gut funktioniert
  • Restliches Wasser nie wegschütten, sondern für die nächste Kochsession aufbewahren.

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Essen im Winter  

  • Am besten eignet sich getrocknetes Essen, das mit Wasser aufgekocht wird.
  • Dosenfutter würde gefrieren und dann die Dose zum Platzen bringen.
  • Wer Wurst oder Käse mitkochen möchte, sollte diese noch zu Hause kleinschneiden, da es sonst ein einziger großer Eisklotz wird.
  • Brot wird bei mehrtägigen Touren steinhart (vorher in Scheiben schneiden).
  • Energieriegel sind mit Vorsicht zu genießen, denn sie werden zäh und hart (Achtung: Zähne behalten).
  • Schokolade wird ebenfalls hart, man kann sie aber lutschen und sie ist ein super Energielieferant.
  • Fett in Form von Butter ist die optimale Nahrungsergänzung (mitkochen), da man im Winter viele Kalorien verbrennt.

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Wasser

Wasser sollte in einem Winterbiwak oder bei einer Wintertour nie in Glasbehältern aufbewahrt werden (Wasser gefriert, dehnt sich aus Flasche platzt). Am besten eignen sich Thermoskannen oder Lexanflaschen mit einer Thermohülle.

Alle Flaschen sollte man über Nacht auf den Kopf stellen. Wasser gefriert immer an der Oberfläche und somit vereist der Verschluß ( ebenso Dichtungsringe ) nicht, meist bleibt ein Rest Wasser bis zum nächsten Morgen übrig, den man dann zum Schneeschmelzen verwenden kann.

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Hochprozentiger Alkohol

Alkoholische Getränke haben einen niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser (bei Schnaps viel niedriger). Werden sie nicht direkt am Körper getragen, nehmen sie die Außentemperatur an, extreme Vorsicht beim Trinken (auch Schnaps kann .20°C kalt sein).

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